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Beschreibung einiger Naturheilverfahren

  • Klassische Homöopathie
  • Bach-Blüten-Therapie
  • Schüsslersalze
  • Phytotherapie
  • Blutegeltherapie (bei Hund und Pferd)
  • Mittelfrequenz Elektro – Therapie (bei Hund und Pferd)
  • Energetisch - physiologisches Pferdetapen - NEU

Klassische Homöopathie:

Die klassische Homöopathie wurde durch den Arzt u. Apotheker Samuel Hahnemann im Jahre 1796 der Gesellschaft zum ersten Mal vorgestellt und erläutert.

Die Theorie der klassischen Homöopathie beruht sich auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Hahnemann entdeckte durch Zufall, dass es Mittel gab, die Symptome bei einem Kranken beseitigten, aber bei Gesunden gerade diese Symptome auslösten.

1790 hat Hahnemann seinen berühmten Selbstversuch mit Chinarinde durchgeführt. D.h. wenn Chinarinde beim Malariakranken eine heilende Wirkung erzielt, wie ist dann die Wirkung beim gesunden Menschen?

Chinarinde erzeugt Wechselfieber beim gesunden Menschen, wie sonst Malaria beim kranken Menschen.
Schlussfolgerung: Eine kleine Dosis Chinarinde muss in der Lage sein, ein solches Wechselfieber zu heilen.

Er führte zahlreiche Selbstexperimente durch, in dem er eine Substanz einnahm und ihre auslösenden Symptome aufzeichnete und gab es den Kranken, die ähnliche Symptome entwickelt hatten und heilte sanft und dauerhaft.

Homöopathie = vom griechischen / ähnliches Leiden (pathie = das Leiden)

Similia similibus curentur – Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden.

Drei Grundprinzipien der Homöopathie:

1. Ähnlichkeitsprinzip 2. Potenzierung 3. Organon der Heilkunst
Es heißt Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden, nicht Gleiches kann durch Gleiches geheilt werden.

Die Ausgangssubstanzen, die für die Herstellung verwendet werden, werden in verschiedenen Schritten verdünnt bzw. verrieben und anschließend verschüttelt. Durch diesen, sich immer wiederholenden Prozeß der Potenzierung, werden die Mittel verträglicher und wirken ganzheitlich.

So entstehen die unterschiedlichen D-, C-, LM- und Q-Potenzen.

In diesem Werk legte Samuel Hahnemann die gesamte Methodik der von ihm gegründeten Homöopathie nieder. Dieses Buch gibt dem Homöopathen die Regeln vor, für die richtige Auswahl und Anwendung der homöopathischen Mittel.

Nur wenn diese drei Grundprinzipien bei der Behandlung einbezogen werden, handelt es sich um „klassische Homöopathie“!!

Formen in denen homöopathische Arzneimittel angeboten werden:

• Tropfen (enthalten wg. Haltbarkeit immer einen gewissen Bestandteil Alkohol)
• Verreibung (Ursubstanz die zu Pulver verrieben wird u. auch in Pulver-form weiterpotenziert wird)
• Tabletten = gepreßte Verreibung
• Globuli (Streukügelchen aus Milchzucker), die mit der homöopath-ischen Lösung betropft werden.
• Ampullen zum Injizieren (oder auch zur oralen Eingabe)
• Externe Tinktur


Bachblüten


Die Eiche - eine der Bachblüten

Dr. Edward Bach entdeckte 1930 - 1936 diese Blüten und setzte sie zur Behandlung von Patienten ein, die an so genannten negativen Gefühlslagen litten.

Darunter fallen: Angst, Unsicherheit, Mangelndes Interesse für die Gegenwart, Einsamkeit, Überempfindlichkeit für Einflüsse und Ideen, Mutlosigkeit, Verzweiflung sowie übertriebene Sorge um das Wohl anderer.

Diese negativen Gemütszustände waren laut Dr. Bach ursächlich dafür verantwortlich, dass die Menschen überhaupt krank wurden.

Die medizinische Forschung bestätigt mittlerweile weitestgehend diesen Zusammenhang. Bei psychischem Unwohlsein fehlt dem Organismus das seelische Gleichgewicht und das Immunsystem wird geschwächt, der Körper ist weniger gegen Bakterien und Viren geschützt und wird schneller krank.

Dr. Edward Bach erkannte, dass Gesundheit die Wirkung von innerer Harmonie und seelischer Ausgeglichenheit ist. Auf dem Weg seiner Arbeit, die Menschen nur noch auf die Gemütszustände hin zu heilen, entdeckte er die ersten Blüten, die heute Bachblüten genannt werden. Dr. Bach entdeckte nach und nach insgesamt 38 Blüten, die durch ihre eigene positive Schwingung neue Lebenskraft und frische Gesundheit im Mensch sowie Tier bewirken. Sie stellen den Kontakt zur Seele wieder her und beeinflussen dadurch Gemüt und Verhalten. Bachblütenessenzen werden sowohl in Kombination als auch einzeln verwendet. Alle Auszüge sind miteinander mischbar, jedoch sollten maximal 5 Blüten gleichzeitig gemischt werden. Ich persönlich wende meistens nur maximal drei Blüten an.


Schüsslersalze

Die Schüsslersalze sind potenziert (="verdünnt") und können dadurch im Organismus als mineralische Zellfunktionsmittel wirken. Zudem sind bei den Schüsslersalzen jeweils ein basisches und ein saures Element miteinander verbunden. Durch die Verbindung von Base und Säure muss der Organismus diese Kombinationen nicht aus den Einzelementen zusammenbauen. Deshalb sind die Mineralstoffkombinationen nach Dr. Schüssler für den Organismus sehr wirkungsvoll.

Die Schüsslermineralstoffe entfalten ihre Wirkung als Funktionsmittel in der Zwischenzellflüssigkeit, an der Zellmembran oder unmittelbar in der Zelle selbst; sie müssen vom Verdauungstrakt nicht erst aufgearbeitet werden. Sie verbessern auch die Aufnahmefähigkeit der entsprechenden Mineralstoffe aus den Lebensmitteln. Die aus den Lebensmitteln gewonnenen Mineralstoffe dienen als Baustoff: Sie bilden die mineralische Grundlage zur Gestaltung des Körpers. Insgesamt gibt es 12 Hauptsalze und mittlerweile mehr als 15 Ergänzungssalze.

Ein gestörter Mineralstoffwechsel der Zellen kann Ursache vielfältiger Krankheiten oder von zahlreichen Befindlichkeitsstörungen sein bzw. diese begleiten. Die Schüsslersalze beeinflussen den Organismus an der Wurzel des Übels.

Mit Schüsslersalzen kann aber nicht der notwendige Bedarf des Körpers an Mineralsalzen ausgeglichen werden. Schüsslersalze können aber dem Organismus helfen (vor allem im Krankheitsfall), die Mineralstoffe dorthin gelangen zu lassen, wo der Körper sie gerade benötigt.

Da unsere Tiere die gleichen bzw. ähnlichen Erkrankungen bekommen können wie Menschen, steigt auch hier die Nachfrage nach dieser naturheilkundlichen Methode. Immer mehr Tiertherapeuten bieten diese Therapieform an. Man kann sie sowohl bei akuten Gesundheitsstörungen als auch bei chronischen Erkrankungen einsetzen. Die Tabletten schmecken leicht süßlich, daher werden sie von Tieren meist problemlos genommen.

Alle Schüsslersalze kann man problemlos mit anderen Medikamenten kombinieren, es gibt keine Wechselwirkungen.

Da die Tabletten aus Milchzucker bestehen, ist bei einer Lactoseunverträglichkeit Vorsicht geboten. Dies macht sich durch Durchfall bemerkbar. In diesem Fall bitte Rücksprache mit dem behandelnden Therapeuten nehmen.


Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)

Die Pflanzenheilkunde, oder auch "Heilkräutertherapie" genannt, ist eine der ältesten Heilverfahren und für jeden Naturheilkundler unentbehrlich. Phytotherapie kommt aus dem griechischen "phyton" Pflanze und "therapeia" Pflege. Es versteht sich die Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten durch Pflanzen, Pflanzenteilen und deren Zubereitungen. Störungen des Befindens wie Nervosität werden mit pflanzlichen Präparaten behandelt.

Phytotherapie ist wie die Homöopathie eine spezielle ganzheitliche Therapierichtung. Der wichtigste Unterschied zur klassischen Homöopathie ist die Dosis-Wirkung-Beziehung, d.h. je höher in der Phytotherapie die Dosis, desto stärker ist auch die Wirkung.

Bereits vor mehr als 3000 Jahren wurden in China und Indien Krankheiten mit Hilfe von Heilpflanzen behandelt. Heilpflanzen wurden auch in so genannten Hochkulturen (Ägypter, Inka, Maya) eingesetzt und waren die wichtigsten Heilmittel bis zum Beginn unseres Jahrhunderts. Hippokrates (460 - 377 v. Chr.), gab bereits in seinen Schriften Anleitungen beim Sammeln von Heilkräutern alle Sinne und auch das Gefühl einzusetzen. Als einer der genialsten Ärzte überhaupt wird immer wieder Paracelsus genannt (1493 – 1541). Einen sehr großen Bereich seiner Heilmethoden nahm der Bereich Kräuterheilkunde ein. Ein bekannter Ausspruch von Paracelsus ist: "Solum dosis fecit venenum" , was bedeutet "Die Dosis macht das Gift". Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 - 1897) konnte ebenfalls dazu beitragen, dass die Kräuter nicht in Vergessenheit geraten.

In der Phytotherapie werden die Pflanzen als Frischpflanzen, als Drogen oder als Extrakte, die auch zu Tees, Kapseln, Tropfen oder Salben weiterverarbeitet werden können, eingesetzt. Es gibt jedoch hinsichtlich der Wirksamkeit bei den einzelnen Pflanzen wie auch bei den Präparaten große Unterschiede. Generell jedoch haben pflanzliche Präparate ein breites Wirkungsspektrum und weniger Nebenwirkungen als synthetische Medikamente.

Heute werden nur Kräuter eingesetzt, die in Form von Tees, Tinkturen, Pulvern, Kapseln etc. überprüft wurden und so, anders als bei selbst gesammeltem Material, garantieren, dass sie rückstandsfrei und in heilsamer Wirkstoffmenge vorliegen. Bei häufig auftretenden Problemen wie z.B. der Verdauung, der Haut, der Atemwege können Kräutergaben unseren Tieren einfach helfen, natürlich gesund zu werden. Die Kräuter entfalten ihre Wirkung oft erst nach mittelfristiger oder langfristiger Einnahme.

Es sollte mit heimischen Heilpflanzen bei der Selbstbehandlung sehr vorsichtig umgegangen werden, da viele eingesetzte Pflanzen durchaus giftig sein können oder bei falschem Einsatz oder Dosierung starke und unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen können. Man sollte sich stets in die Hände eines sachkundigen Therapeuten begeben .


Blutegeltherapie

Die Blutegel gehören zu der Familie der blutsaugenden Ringelwürmer und stehen den Regenwürmern nahe. Am bekanntesten ist die Art der medizinischen Blutegel, der Hirudo medicinalis. Infolge der schlechteren Wasserqualität ist heute der Egel nur noch selten in unseren Gewässern, vor allem in flachen, kalkarmen Teichen anzutreffen. Für medizinische Zwecke werden heute Blutegel gezüchtet. Die Blutegel leben nur in klaren und vor allem sauberen Gewässern, Verschmutzungen jedweder Art tolerieren sie nicht. Fast das gesamte Leben verbringen sie im Wasser und nur zur Fortpflanzung suchen sie feuchte Ufergebiete auf. In der Natur halten sich hungrige Tiere an der Wasseroberfläche auf.

Die Blutegel wiegen in ausgehungertem Zustand, also beim Ansetzen an den Patienten, zwischen einem und drei Gramm und ihre Länge beträgt meist zwischen vier und zwölf Zentimeter. Vollgesaugt und satt verdoppeln oder verdreifachen die Tiere ihren Umfang. Der Körper des Blutegels ist relativ flach und an beiden Körperenden befinden sich Saugnäpfe zum Festhalten.

Blutegel ernähren sich in ihrer Jugend nur vom Blut kleiner, kaltblütiger Wassertiere (z.B. Fische, Kaulquappen), erst im ausge-wachsenem Alter werden warmblütige Tiere (z.B. Rinder, Schafe, Wild, Schweine) bevorzugt.
Der Biss ist sternförmig (Mercedesstern), und wird durch ca. 80 Kalkzähnchen verursacht, die sich in die Haut raspeln um zum Blut zu gelangen. Durch Öffnungen zwischen den Zähnchen wird Blutegelspeichel (Saliva) abgegeben. Dieser Blutspeichel enthält die folgenden bisher identifizierten Wirkstoffe:

Hirudin (Hauptwirkstoff sorgt für die Hemmung der Blutgerinnung) und Calin (ebenfalls für die Blutgerinnung verantwortliche Substanz im Speichel und bewirkt das Nachbluten der Wunde, welches eine reinigende Funktion einnimmt). Des weiteren sind die Substanzen Hyaluronidase, Egline, Bdelline, Apyrase, Kollagenase, Destabilase, Piyavit und andere in der Saliva enthalten. Die Funktionen und Inhalte dieser Stoffe ist noch nicht vollständig erforscht.

Krankheiten, die mit Blutegeln behandelt werden können:

Allgemeine Gelenkserkrankungen, wie z.B. Arthritis, Arthrose, Spat, Hufrollenerkrankung, Kniegelenksarthrose, Schale.
Sehnenentzündungen, akute Rehe, Patellaluxation, Hüftgelenksdysplasie bei Hunden, akute Discophathien, Spondylose, lokale Pyodermien, Abszesse, Thrombosen, Furunkel/Karbunkel, Ödeme, alle Formen von Entzündungsprozessen, allgemeine Entgiftung des Körpers, nach Kastrationen.

Vor allem bei Erkrankungen des Bewegungsapparates werden Blutegel eingesetzt. Bei schmerzhaften Arthrosen der Hüfte oder des Schultergelenks verschaffen die Egel schmerzlinderung und eine entzündungshemmung. Aber auch in der Entzündungstherapie von Arthritiden und Tendovaginitiden (schmerzhafte Entzündung der Sehnenscheiden) leisten sie wertvolle Hilfe.

Die Behandlung schlecht heilender Wunden oder eine Blutansammlung nach Operationen kann durch den Einsatz von Blutegel sinnvoll unterstützt werden. Der große Vorteil bei einer Blutegelbehandlung gegenüber einer traditionellen Behandlung ist, dass innere Organe wie Leber, Niere und Herz nicht belastet werden. Daher ist die Therapie auch bei älteren Tieren sehr gut anwendbar. Hauptsächlich bei Pferden und Hunden wird die Blutegeltherapie wieder häufiger eingesetzt.


Mittelfrequenz
Elektro – Therapie

Einsatzbereiche des Gerätes

  • Schwellung nach Verletzung
  • Entzündungen
  • Schmerzen am Bewegungsapparat
  • Rehabilitation
  • Gezielter Muskelaufbau nach Ruhigstellung
  • Bei Hund und Pferd

Vorteile des Gerätes:

  • Mobiles Gerät in kleinem Format (Gewicht ca. 900 g)
  • Akkubetrieb für den Einsatz in der Box
  • Einfachste Bedienung mit indikationsbezogenen Therapiekarten
  • Angenehmes Stromgefühl für Pferd und Hund
  • Tiefenwirkung durch die hohe angewendete Frequenz
  • Sehr gute Erfolge bei Überlastungsbeschwerden
  • Alternative zu herkömmlichen Behandlungsmethoden
  • Keine Nebenwirkungen

Energetisch - physiologisches Pferdetapen

Das energetisch-physiologische Taping ist in der Humanmedizin eine gerne und mittlerweile verbreitete Therapieform. Bei Pferden und auch vielen Hunderassen wird das Taping eingesetzt bei muskulär bedingten Bewegungseinschränkungen, Überlastungserscheinungen, Vorbereitung zum Wettkampf und zur schnelleren Regeneration.

Unter Verwendung der eigens dafür entwickelten elastischen Tapes und speziellen Anlagetechniken werden folgende Wirkungen erzielt:

  • Muskelspannungsregulation
  • Verbesserung der Muskelfunktion
  • Unterstützung der Schmerzregulation
  • Unterstützung des Lymphabflusses
  • Narbentherapie
  • Entzündungshemmend
  • Durchblutungsförderung

Durch die spezifische Art des Tapens erzielt man eine stimulierende Wirkung auf Gelenke, Muskelpartien, Lymph- und Nervensystem. Diese Methode kann den Heilungsprozess positiv beeinflussen, da die verletzten Strukturen aktiviert werden. Ich verwende spezielle farbige, gut klebende, elastische Tapes, die den Belastungen im Pferdealltag standhalten.

Für die Behandlung schmerzender Gelenke und Muskeln hat sich das Tapen mit Hilfe eines wasserfesten, fest klebenden Bandes bewährt.

Das Tape wird über die betroffenen Gelenke geklebt, z.B. Fessel-, Karpal- oder Sprunggelenke.

Die feste Haftung des Tapes bewirkt eine dauernde Verschiebung der Oberhaut gegen das Unterhautgewebe. Durch diesen Druck und die Reizung von Rezeptoren in der Haut werden körpereigene Endorphine erzeugt, welche das Schmerzempfinden reduzieren.

Rotes Tape unterstützt über die Farbenergetik eine bessere Durchblutung – es verstärkt die Energie, z.B. bei chronischen und kalten Prozessen.

Blaues Tape verwende ich bei akuten, entzündlichen und hitzigen Prozessen.

Gelbes Tape ist eine sog. Mischform, die angewandt wird wenn weder das blaue noch das rote Tape passend sind.

   

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